Down-Under … 2009

20 12 2009

… letzter Abend :-( in Australien … (20.12.2009, 13:20 Dresden Ortszeit)

irgendwann geht alles, so auch unser viel zu kurzer Trip nach Australien, zu Ende. Entgegen unserer Planung lernten wir unseren Anlaufort Brisbane eigentlich nur flüchtig für wenige Stunden kennen. Habt Ihr den bLogG eifrig verfolgt dürfte Euch aufgefallen sein, dass wir für diese wirklich schöne Stadt effektiv nur einen Nachmittag Zeit hatten. Viel zu wenig, dass ist mal sicher.

An unserem letzten Abend in “Brissy” überraschte uns Steffen mit einem sagenhaften Blick auf die nächtliche Skyline bei einem traumhaften “Dinner for three” :-) … vielen Dank für diesen traumhaften letzten Abend und wir hoffen uns in den wenigen Tagen über Weihnachten, in denen Du nach Deutschland kommst, revanchieren zu können …





Down-Under … 2009 … Outback Tour

8 12 2009

… Outback … (20.12.2009, 13:00 Dresden Ortszeit)

Da waren sie um: 21 schöne Urlaubstage auf der anderen Halbkugel … um genau zu sein 19 auf der Anderen und 2 um den Äquator herum. Leider ging die Zeit wie immer viel zu schnell vorbei aber da wir zum einen froh waren den Flieger nach Singapur zu bekommen (dazu später mehr) und es tatsächlich ca. 500 km westlich von Brisbane quasi kein mobil telefonieren mehr gibt (nicht einmal Notrufe) konnten wir Euch leider nicht auf dem Laufenden halten … für unsere Tour organisierten die beiden Steffens ein 4-WD (Four-Wheel-Drive) und ab ging es in die Pampa :-)

Four-Wheel-Drive

unser erster Weg führte uns zum wohl schönsten Sandkasten dieser Erde … Frazer Island … ein Nationalpark mit Fun-Faktor … gleich zu Beginn, bevor wir überhaupt auf der Insel waren, fuhr ich höchst-persönlich auf den ersten 50 m abseits der Piste die Karre im Sand fest … wir konnten zusehen wie die Fähre ablegte :-) …  da hieß es, unter dem Gejohle der vorbeifahrenden Aussis ersteinmal ausbuddeln und Luft ablassen … danach aber ging es ab wie der Blitz … rauf auf die Fähre, über den pazifischen Ozean (klingt gut waren aber nur so etwa 400 m), ab auf den Sandstrand und mit 80-90 km/h und schlingerndem Heck nordwärts den Strand entlang …

Frazer-Island, eine Insel mit kilometerlangen Sandstränden, tropischen Regenwäldern und kargem Buschland …

und glasklaren blauen Seen mit strahlend weißem Sandstrand …

ein Traum im Pazifik … Camping am Ozean mit Blick auf den traumhaften Sonnenaufgang …

Sandpisten quer durch die Insel … des öfteren mit Herzklopfen ob diese überhaupt mit einem 4 WD zu meistern sind oder wir erneut im Sand stecken bleiben … unterwegs stößt man auf Süßwasserflüsse zum duschen und baden :-) … den einzigen großen Stein dieser Insel und last but not least, sofern der richtige Strandabschnitt gewählt wurde,  das Frack eines gestrandeten Schiffes …

nach der Insel ging es auf leider mit unzähligen Kängurus gepflasterten Highways westwärts … 1500 km Piste entlang des Capricorn Highways unter der fast senkrecht stehenden Sonne (Capricorn = Wendekreis) … wir bewegten uns entlang des südlichen Wendekreises Richtung Westen zu unserem nächsten Ziel, dem Carnarvon National Park … bereits aus rund 200 km Entfernung waren allerdings Rauchzeichen am Horizont zu bemerken … witzelten wir anfangs es handelt sich um die Kommunikation der Aborigines, mussten wir leider feststellen das um / im Nationalpark ein Buschfeuer wütete … Der von Regenwald und Buschland umschlossene Canyon des Parks brannte, wie wir an der Ranger-Station erfuhren, seit mehr als 2 Monaten. Das Feuer hatte sich um den Canyon herum von der Öffnung bis zur Quelle des  kleinen Flusses seinen Weg gebahnt und war nun dabei auch die andere Seite des Tales “abzugrasen” … So konnten wir leider nur einige Seitentäler aber nicht die historischen Aborigine Wandmalereien besuchen … Die Trockenheit der Umgebung (das sollte sich bald ändern) ermöglichte uns dafür die Schlucht eines kleinen ausgetrockneten Rinnsales zu erkunden …

… weiter ging es westwärts vorbei an kleinen Ortschaften, ausgedehnten Farmen und vertrockneten Flüssen … immer auf der Hut vor Road-Trains, Kängurus, Rindern, Schafen und Emus … dachten wir zu Beginn unseres Trips das die 52 m langen Road-Trains das Gefährlichste entlang der schnurgeraden Highways sind stellten wir jedoch sehr schnell fest, wieso entlang des Capricorn-Highways unzählige Spring-ins-Feld ein böses Ende fanden … mit Einsetzen der Abendstunden war von zügigem Fahren keine Rede mehr … unsere Fahrt wurde zu einem wahrlichen Känguru-Slalom … 300-400 km nach Brisbane waren die agilen Springer unser ständiger Begleiter entlang des Weges …

bis am Horizont etwas irritierendes auftauchte …

wir waren in Longreach, dem Geburtsort der Quantas Australia, angekommen … neben einer funktionsfähigen 747 mitten im noch spärlich besiedelten Outback findet sich hier auch ein Museum zur Besiedlung Australiens … nach Longreach bogen wir nach Süden in das wirkliche Outback ab … unser nächstes Ziel, der Welford Nationalpark mit dem geplanten östlichsten Punkt unserer Reise durch den trockensten Kontinent, den roten Sanddünen des Parks, war nur einen Katzensprung von 450 km südwärts von Longreach entfernt … 5 Stunden und wir sind da … so war der Plan. Jedoch zog sich der Himmel mehr und mehr zu … bevor wir überhaupt die 400 km nach Jundah (70 Einwohner-Metropole) geschafft hatten, begann es zu unserem Erstaunen zu regnen …. sicher für die Aussis der Gegend willkommen, allerdings auf unbefestigten Pisten eine wirklich haarige Angelegenheit … Wir beschlossen in Jundah zu übernachten. Am nächsten Morgen ging es nach einer lauen Sommernacht mit sanften Nieselregen weiter über die “staubigen” Pisten zum Nationalpark … nur war der Staub zu einer schlammigen 15 m breiten Off-Road-Piste geworden … eine Fahrt wie auf rohen Eiern …

nach dem wir fast von der Piste abflogen erreichten wir am Ende doch noch unser Ziel … der fast östlichste Punkt unserer Reise …

danach ging es wieder ostwärts Richtung Brisbane … 1.800 km, 36 Stunden bis zum Flieger … hatten wir in der anderen Richtung 4 Tage gebraucht, mussten wir einen Weg finden die gleiche Strecke in weniger als der Hälfte der Zeit zurückzulegen … in Australien bekommt man unweigerlich einen anderen Bezug zu Entfernungen … irgendwann, 250 km nach Jundah, begannen auch wieder asphaltierte Straßen …

Goodbye Outback … Welcome Brisbane … 6 Stunden bevor der Flieger geht :-D
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… Outback … (08.12.2009, 23:45 Brisbane Ortszeit)

… zu meinem Bedauern hatten die beiden Steffens am heutigen Morgen eindeutig zu viel Freizeit. Wahrscheinlich spielt auch die viele Sonne in Sydney eine grooooße Rolle … jedenfalls wurden, wie Ihr im Folgenden sehen könnt, aus acht schönen Resttagen zum relaxen, shoppen, baden und sonnen-baden 3.000 km Wüste …


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…. für den wahrscheinlichen Fall, dass wir irgendwo 1.500 km im Landesinneren auf der Suche nach Wasser mit einem leeren Benzintank (der fast immerhin 180 Liter Superbenzin) liegenbleiben und von Schlangen gebissen, Spinnen angeknappert keinen Weg zurückfinden wäre es schön, fänden unsere gebleichten, knöchernen Reste einen Weg nach Hause … irgendwo entlang der roten Punkte sollte irgendetwas von uns zu finden sein :-D

… der ursprüngliche Plan waren zwei schöne Tage auf einer tropischen Insel mit Regenwald und Süßwasserseen … Frazer-Island … unsere erste Station entlang der roten Wunschliste … zwar schaffen wir es wohl kaum mehr bis zur Mitte des Kontinents, allerdings dürften neben dem Festnetz telefonieren so ziemlich alles andere an Kommunikation unmöglich sein … da wohl selbst Mobiltelefone nach wenigen 100 km im Landesinneren bereits das zeitliche Segnen, dürfte es um das gute alte World Wide Web nicht besser bestellt sein … wünscht uns Glück und für den Fall, dass es bis zum 16.12.2009 kein Lebenszeichen gibt, schickt die Flying Doctor’s …








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